Cantian-Stadion: Nur ein Umbau ist inklusiv und nachhaltig!

Cantian-Stadion: Nur ein Umbau ist inklusiv und nachhaltig!

Das Werkstattverfahren hat den eindeutigen Nachweis erbracht, dass ein inklusiver Umbau des Cantian-Stadions möglich ist. Wo Umbau möglich ist, erübrigen sich Neubau-Überlegungen.
Ein Umbau ist einem Neubau aus Gründen des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung grundsätzlich vorzuziehen.

„Transformation ist die Möglichkeit, mehr und Besseres mit dem zu machen, was bereits vorhanden ist. Der Abriss ist eine Entscheidung der Leichtigkeit und Kurzfristigkeit. Es ist eine Verschwendung von vielen Dingen – eine Verschwendung von Energie, eine Verschwendung von Material und eine Verschwendung von Geschichte. Außerdem hat es eine sehr negative soziale Auswirkung. Für uns ist es ein Akt der Gewalt.“
Lacaton Vassal Architekten, Pritzker-Preisträger 2021

Ein Umbau ist auch bei laufendem Sportbetrieb machbar – das sichert dem FC Viktoria seine Spielstätte für die nächsten Jahre.

Das Werkstattverfahren hat außerdem klar gezeigt, wie wichtig ein offener Sportpark, informelle Sportangebote, Arten- und Klimaschutz sind. Diese Erkenntnisse sind in den nächsten Verfahrens­schritten zu berücksichtigen und weiter auszuarbeiten.

Aus den drei eingereichten Vorschlägen muss ein schlüssiger Lösungsentwurf entwickelt werden.

Die Studien haben deutlich gemacht, dass das vorhandene Gelände zu klein für sämtliche sportfach­lichen Bedarfe ist. Keines der Teams konnte das geforderte Raumprogramm schlüssig auf der Fläche unterbringen. Eine Prüfung, Priorisierung und Reduzierung des Raumprogramms ist deshalb für die nächsten Verfahrensschritte nötig:

  • Eine Stadionkapazität von max. 15.000 Plätzen (inkl. Stehplätze) genügt sogar für die Fußball-Bundesliga.
  • 150 Büroarbeitsplätze sind viel zu viel ein Sportpark ist kein Büropark!
  • Die geplanten Großsporthallen überfordern die Möglichkeiten des Jahn-Sportparks.

Das Werkstattverfahren hat die bisherigen Planungen erfolgreich aus der Sackgasse geführt.
Wir als Bürgerinitiative Jahnsportpark werden es weiter begleiten und uns konstruktiv einbringen.

Damit wir alle in der Innenstadt weiter Sport treiben können, ist wirksamer Klimaschutz die Voraussetzung.

Wir begrüßen den FC Viktoria 1889 im Cantian-Stadion!

Wir begrüßen den FC Viktoria 1889 im Cantian-Stadion!

Auf einmal geht es also doch: Profifußball im Cantian-Stadion, das sich nach den Plänen der zuständigen Senatsverwaltung für Sport bereits mitten im Abriss befinden sollte. Unter anderem die Proteste der Bürgerinitiative Jahnsportpark haben diesen voreiligen und sinnlosen Abriss verhindert. Nun können die Anforderungen des DFB-Ligabetriebs mit überschaubaren Mitteln und in kurzer Zeit erfüllt werden.

Die Erzählung der Senatsverwaltung für Sport, das Cantian-Stadion sei eine Ruine und sein Abriss alternativlos, ist damit entlarvt: Als grimmiges Märchen.

Mit der Reduzierung auf ca. 10.000 Plätze wird der richtige Weg eingeschlagen. Mit dem Bestand arbeiten und nicht dagegen. Genau so muss im nun anstehenden Werkstattverfahren auch vorgegangen werden. Was kann der Bestand leisten und was nicht? Nur so kann klima- und ressourcenschonendes Bauen endlich Realität werden. Und dann kann dieses geschichtsträchtige Beispiel der Architektur der späten Ostmoderne für eine inklusive Zukunft fit gemacht werden.

Übrigens: Der angeblich fehlende Blitzschutz auf der Haupttribüne, sehr geehrter Herr Senator, kann nachgerüstet werden. Die Bürgerinitiative Jahnsportpark vermittelt Ihnen gerne den Kontakt zu Menschen, die wissen wie das geht.

Wir freuen uns schon darauf mit Ihnen und Ihrem Staatssekretär Dzembritzki zusammen den zweimaligen deutschen Fußballmeister FC Viktoria von einer blitzgeschützten Haupttribüne aus anzufeuern – natürlich auf feuersicheren Sitzschalen …

Klimawandel vor der Haustür – das Großprojekt Jahnsportpark

Klimawandel vor der Haustür – das Großprojekt Jahnsportpark

Einladung Web-Konferenz am 17.05.2021 um 19:30 Uhr

Aufgrund des Einspruchs vieler Bürger*innen und der Bürgerinitiative Jahnsportpark ist Bewegung in das Planungsverfahren gekommen. Es hat sich gezeigt: Ein Abriss des Stadions ist nicht mehr „alternativlos!“

Aber freuen wir uns nicht zu früh, die Planungen weisen beim Klima- und Umweltschutz weiterhin schwere Mängel auf. Dabei würden gerade die klimatischen Auswirkungen im Jahnsportpark und umliegenden Kiezen gravierend sein. Die Temperatur-Rekorde der letzten Jahre würden zahlreicher und extremer. Tropische Nächte und Todesfälle bei vulnerablen Gruppen drohen zur neuen Normalität zu werden.

Aus diesem Grund möchten wir mit Euch zu dem Thema Klimawandel in Bezug auf das Gelände des Jahnsportparks in Gespräch kommen.

Am Montag, den 17.5.21, sprechen wir um 19:30 Uhr in der nächsten Web-Konferenz zum Thema „Klimawandel vor der Haustür – das Großprojekt Jahnsportpark“

Euch erwartet ein Kurzvortrag zum Thema, anschließend möchten wir mit Euch diskutieren! Wie immer sind wir sehr neugierig auf Eure Gedanken und Ideen! Wir freuen uns auf Euch!

Meldet Euch unter folgender Mail-Adresse an, um den Einwahllink zu erhalten: initiative@jahnsportpark.de

 

Wie alles begann …

Die Geschichte der Bürgerinitiative Jahnsportpark

Als die Bürgerinitiative Jahnsportpark im Februar 2020 die Petition KEINE RODUNG IM FRIEDRICH-LUDWIG-JAHN-SPORTPARK gestartet hatte, war kaum jemandem klar, welches immense Echo der Ruf nach mehr Rücksichtnahme gegenüber Flora und Fauna auslösen würde.

Über 5000 Bürger*innen haben sich innerhalb weniger Monate dem Appell der Bürgerinitiative angeschlossen. Nicht nur aus der Nachbarschaft, aus ganz Berlin und darüber hinaus organisierte sich Widerstand gegen die Abrisspläne der Senatsverwaltung. Das bisherige Credo der Sportverwaltung „Stadion first, Inklusionspark later“ – wurde völlig berechtigt auf den Prüfstand gestellt.

Alternativlos war nicht der Abriss des Stadions, sondern unser Engagement für den Sportpark

2020 war ein außergewöhnliches Jahr und trotz Corona-bedingter Einschränkungen haben wir uns mit der Bürgerinitiative Jahnsportpark konstruktiv und wirkungsvoll einbringen können. Es gab im letzten Jahr dutzende Treffen zwischen Bürgerinitiativen, Expert*innen, Politiker*innen und Verwaltung. Und je intensiver über Abriss und Neubau des Stadions im Jahnsportpark gestritten wurde, umso klarer wurde, dass nicht der „alternativlose Abriss“, sondern ein planvolles Vorgehen unter Berücksichtigung aller berechtigten Interessen dieses wichtige Inklusionsprojekt voranbringen wird.

Wir fordern: Klimaschutz muss 2021 eine Grundvoraussetzung für die Planung einer so wichtigen öffentlichen Fläche sein!

Aber die von den informell Sporttreibenden intensiv und sehr vielfältig genutzte Wiese hinter den Tennisplätzen droht weiterhin vollständig mit Kunststoff versiegelt zu werden. Die zu erwartenden Baumassen würden aus dem Gelände eine weitere Hitzeinsel machen, statt wie bisher zur Abkühlung der Umgebung beizutragen.

Wir bitten Euch daher, das Thema weiterzutragen und Eure Freund*innen und Nachbar*innen über den drohenden Abriss und die dichte Neubebauung und Versiegelung des Geländes zu informieren.

Wir freuen uns, Euch am 17.5.2021 um 19:30 Uhr virtuell wiederzusehen oder kennenzulernen!

Bis dahin!
Eure BI Jahnsportpark

 

Anwohner im Jahnsportpark-Werkstattverfahren ausgespielt?

Anwohner im Jahnsportpark-Werkstattverfahren ausgespielt?

Im Auftrag der Senatsverwaltung wurden am 4.5.2021 Vertreter*innen der Verwaltung, des Sports, der Bürgervereine sowie die BI Jahnsportpark vom Büro Slapa & die Raumplaner zu einer Online-Konferenz geladen. Das Werkstattverfahren für das Gelände des Jahnsportparks, so wurde informiert, werde zukünftig sogenannte „Multiplikator*innen“ aus Sportvereinen und Bürgerinitiativen einbinden.

Diese sollen drei mögliche Szenarien begleiten:

  1. Abriss und Neubau des Stadions an der bisherigen Stelle
  2. Neubau eines zusätzlichen Stadions an einem neuen Ort im Jahnsportpark
  3. Umbau des Stadions

Klimaschutz wird dem Zufall überlassen

Die Konzeption des Werkstattverfahrens weist aber Mängel auf, die Glaubwürdigkeit und Erfolg des Ganzen aufs Spiel setzen: Expert*innen aus den Bereichen Klima-, Arten-und Naturschutz fehlen völlig. Auf Nachfrage wurde bestätigt: diese Themen werden den teilnehmenden Büros überlassen. Dabei ist klar: Klimaschutz muss 2021 eine Grundvoraussetzung für die Planung sein!

Entscheidung direkt vor der Wahl?

Die Entscheidung, welches der drei Konzepte umgesetzt werden soll, wird wenige Tage vor den Wahlen, mitten im Wahlkampf gefällt. Das bedeutet, die neue Regierung soll dann die Entscheidung ihrer Vorgängerregierung umsetzen. Das ist nicht sinnvoll und widerspricht politischem Anstand!

Politik statt Expert*innengremium

Anders als üblich soll die Entscheidung über die Konzepte nicht von einem Fachgremium, sondern allein von der Senatsverwaltung gefällt werden. Das wird viele Büros von vornherein davon abhalten, an dem Verfahren teilzunehmen. Denn auf diese Weise ist klar: Sieger wird nicht das Büro mit dem fachlich besten Entwurf, sondern jenes, das dem Senatswillen am nächsten kommt .

Fehler Multiplikator*innen: Anwohner völlig unterrepräsentiert

Die Einbindung sogenannter Multiplikator*innen in das Verfahren kann das Planungsergebnis verbessern. Die bisher geplante Auswahl der Multiplikator*innen geht aber an diesem Ziel komplett vorbei: Von 8 Teilnehmenden soll nur 1 Vertreter*in die Anwohnerschaft vertreten. Die berechtigten Interessen tausender Anwohner*innen wären in diesem Größenverhältnis völlig unterrepräsentiert. Dabei geht es zu diesem Zeitpunkt um städtebauliche Fragen, um Fragen der Nachbarschaft und der Verträglichkeit eines solchen Großprojektes für die umliegenden Quartiere!

Multiplikator*innen werden gegeneinander ausgespielt

Neben dem ungeeigneten Proporz stellt sich die Frage: wie und nach welchen Kriterien werden diese Mulitplikator*innen ausgewählt? Slapa & Raumplaner wünschen sich, dass Interessierte sich bewerben. Wer dann ausgewählt wird, von wem und nach welchen Kriterien, bleibt undurchsichtig.

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, ob die Bezeichnung „Multiplikator“ an sich nicht schon verräterisch ist. Geht es hier um eine beratende Funktion – oder geht es darum, die Netzwerke der Beteiligten zur Weitergabe von gefilterten Informationen zu nutzen? 

Wie schon in den Verfahrensschritten der letzten Monate und Jahre, bleibt der Eindruck, dass hier ein aufwendiges Beteiligungsverfahren initiiert wird, um am Ende dort anzukommen, wo man schon immer hinwollte: bei einer Event-Arena mit 20.000 Plätzen, die sich auch für außersportliche Großveranstaltungen gewinnbringend vermieten lässt – auf Kosten der Anwohnenden, die sich dann anhören müssen, sie seien doch „beteiligt“ gewesen.

Die Bürgerinitiative Jahnsportpark fordert:

  • Klimaschutz, Arten- und Naturschutz vom ersten Planungsschritt an
  • Angemessene Einbindung der Anwohnerschaft
  • Umbau des Stadions und Ressourcenschonung statt Neubauwahnsinn
  • Freien Zugang und Nutzung des Sportparks für alle!
Mach mit: Zeig uns Deinen Sportpark

Mach mit: Zeig uns Deinen Sportpark

Zeig uns, was dir der Jahn-Sportpark bedeutet!

Mach ein Foto, mal ein Bild, schreib ein Gedicht oder erzähl eine Geschichte von deinem Lieblingssport, Lieblingsbaum oder Lieblingsort, vom Treffen mit Freunden  oder dem Familienausflug auf die Wiese im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Was sind deine Momente, deine Erinnerungen oder sportlichen Ziele im Jahn-Sportpark?
Hier kommen ein paar Inspirationen für dich:

  • Triffst du dich auf der Wiese mit Freunden zu Fitness, Yoga oder Qigong?
  • Nutzt ihr als feste Sport-Buddies den Jahnportpark z.B. für Frisbee oder Football?
  • Liebst du den Sportpark, um in der Mittagspause mal aufzutanken?
  • Gehst du am Nachmittag oder am Wochenende durch den Park spazieren?
  • Toben deine Kids sich gern auf den Freiflächen aus?
  • Haben deine Kinder in dem geschützten Raum Fahrradfahren gelernt?
  • Tankst du mit deiner Familie Vitamin D während eines kleinen Picknicks?
  • Genießt du die frische Luft, den Schatten der alten hochgewachsenen Bäume?

So kannst du mitmachen:

Wir freuen uns auf möglichst viele unterschiedliche Einsendungen.
So kannst du deine Idee an uns schicken:

  • mach ein Foto – schwarz-weiß oder bunt, Makro, Panorama oder Porträt …
  • mal oder zeichne ein Bild …
  • schreib ein Gedicht oder erzähl eine Geschichte …
  • gestalte eine Collage …
  • nimm einen Video-Clip auf …
  • oder …

Mit deiner Teilnahme hast du die Chance, einen dieser Preise zu gewinnen:
1. Platz: Outdoor-Fitness-Paket, 2. Platz: Picknick-Päckchen, 3. Platz: Trinkflasche.

Der Wettbewerb läuft bis zum 12.06.2021 um 20:00 Uhr. Schick uns deinen Beitrag einfach über unser Onlineformular. Das Teilnahmeformular findest du ebenso wie die Details & Teilnahmebedingungen auf www.jahnsportpark.de/dein-sportpark

Jetzt mitmachen
Online-Beteiligungsverfahren gestartet

Online-Beteiligungsverfahren gestartet

Die Senatsverwaltung hat zur Zukunft des Jahnsportparks ein Online-Beteiligungsverfahren gestartet.

Vom 20.02. – 03.03.2021 können sich Bürger*innen auf der Plattform mein.Berlin informieren, Fragen stellen und Anregungen einbringen. Die dort gesammelten Fragen sollen dann in der Online-Veranstaltung am 04. März beantwortet werden. Bei der zweiten Veranstaltung, am 05. März, möchte die Verwaltung dann Fragen an die Teilnehmer*innen stellen und die weitere Beteiligung erläutern.

Wir begrüßen die Bereitschaft der Senatsverwaltung endlich die Bürger*innen zum geplanten Stadion zu beteiligen. Das nun gestartete Verfahren ist aber deutlich zu kurz angelegt und hat inhaltliche Lücken, die an der Ernsthaftigkeit des Beteiligungsverfahren zweifeln lassen.

Die Online-Beteiligung betrachtet allein das große Stadion, als wären Sportpark und Stadion zwei Orte, die zufälligerweise nebeneinander liegen, aber nicht auf vielfältige Weise miteinander in Verbindung stehen. Die Koalitionsvereinbarung von Oktober 2020 fordert eine gemeinsame Betrachtung.

Ein Jahr lang hatten wir mit Politiker*innen, Sportfunktionär*innen, Vertreter*innen des Behindertensports verhandelt und erreicht, dass nicht nur ein Neubau, sondern auch ein Umbau des Stadions gewissenhaft geprüft wird. Die Koalitionsvereinbarung von Oktober 2020 fordert das explizit ein.

Das nun gestartete „Beteiligungsverfahren“ suggeriert nun wieder die Alternativlosigkeit eines Abrisses. Dazu werden alte Scheinargumente aus der Mottenkiste geholt: das Stadion hätte z. B. keinen Blitzableiter. Wer reißt ein Haus ab, weil es keinen Blitzableiter hat? Warum baut man nicht einfach einen ein?

Auch Themen wie Klimawandel, Überhitzung der Stadt, Tropennächte, Artenschutz finden in diesem „Beteiligungsverfahren“ erneut keinen Platz. Auch hier wird die Koalitionsvereinbarung verletzt.

Mit bunten Bildern will die Senatsverwaltung in den gestarteten Verfahren die Bürger*innen für dumm verkaufen und den Abriss des historischen Stadions, des Schutthügels und der einzigartigen Lichtmasten durchsetzen.

Das Verfahren ist von der Verwaltung absichtlich sehr kurz angelegt, also reagiert sofort.

Termine:

Macht Euch bitte selbst ein Bild, kommentiert und beteiligt Euch!
Mit Eurer Unterstützung können wir uns Gehör verschaffen!

Jetzt am Beteiligungsverfahren teilnehmen
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