von Redaktion | Aug. 1, 2025 | Aktuelles, Podcasts
In der neuen Podcast-Folge spricht Jenny mit Friedrich, Architekt und Mitstreiter der BI Jahnsportpark, über die Zukunft des Jahnsportparks – und warum der kürzlich verabschiedete Bebauungsplan (B-Plan 3-87) für uns keine Option ist.
Wir werfen einen Blick auf den B-Plan 3-87:
Welche Auswirkungen hat der von SPD und CDU verabschiedete Bebauungsplan für den Jahnsportpark und seine Nachbarschaft? In der Folge geben wir Einblicke und arbeiten heraus, warum der B-Plan keine gute Idee ist: Die teuren Senatspläne stehen vor allem für Verdichtung, Flächenversiegelung und Kommerzialisierung auf Kosten von Natur und informellen Breitensport. Die Interessen der Anwohner:innen, Natur- und Klimaschutz bleiben außen vor – grüne Flächen, Bäume und Lebensräume drohen zu verschwinden, während große Neubauten für noch mehr Verkehr und Hitze sorgen.
Unsere Alternative: Restart Jahnsportpark – clever, ressourcenschonend, nachhaltig
Statt alles plattzumachen, setzen wir auf einen klugen Plan B:
- Unser Szenario ist nachhaltig, schont Ressourcen und entlastet den Berliner Haushalt.
- Es ist inklusiv und barrierefrei gestaltet – für alle, die Sport machen oder sich erholen wollen.
- Im Mittelpunkt steht der Breiten-, Schul- und Vereinssport, also ein Angebot für Bürgerinnen und Bürger aus dem Kiez und aus ganz Berlin.
- Die Sportwiese wird vollständig erhalten, Versiegelung wird minimiert, und das neue Gebäude fügen sich kompakt und zurückhaltend in den Bestand ein.
- Keine überdimensionierten Prestigeprojekte, sondern Lösungen, die wirklich vor Ort gebraucht werden!
Damit erhalten wir das grüne Herz des Jahn-Sportparks, schaffen attraktive Sportstätten für alle und setzen ein Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung.
Unsere Visualisierung und alle Infos findet ihr auf unserer Webseite: www.jahnsportpark.de/restart/
Jetzt reinhören, weiterverbreiten und mitmachen – für einen lebenswerten und nachhaltigen Jahnsportpark!
Wir wünschen euch einen schönen Sommer und bleiben dran – für den Jahnsportpark!
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von Redaktion | Juli 18, 2025 | Aktuelles, Presse
BI Jahnsportpark stellt alternative Planung vor
Die Bürgerinitiative Jahnsportpark präsentiert mit RESTART JSP ein neues Szenario für die Entwicklung des Jahn-Sportparks – als Alternative zum aktuell verfahrenen Senatsprojekt.
Ziel des neuen Szenarios ist ein zukunftsfähiger Sportpark, der sich am tatsächlichen Bedarf orientiert, den grünen Charakter des Areals erhält und Steuergelder maßvoll verwendet.
RESTART JSP steht für:
- Vorrang für Breiten-, Schul- und Vereinssport
- Inklusive und barrierefreie Nutzung
- Viel weniger Bodenversiegelung und eine behutsame Bebauung
- Keine Kommerz- und Eventfokussierung
- Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Wirtschaftlichkeit
Statt eines voluminösen Stadions und weiterer Großbauten setzt RESTART JSP auf einen maßvollen Hallenbau für Sport und Inklusion – exakt an dem Ort, an dem derzeit durch den Abriss der Ost-Tribüne eine Lücke klafft.
Das Szenario bietet einen realistischen und verantwortungsvollen Ausweg aus der aktuellen Situation und berücksichtigt sowohl die Geschichte des Ortes als auch die aktuellen Bedürfnisse Berlins.
Neugierig?
Weitere Informationen, anschauliche Planskizzen und Fotos:
RESTART JSP
von Redaktion | Juli 14, 2025 | Aktuelles, Beteiligung
Die Fakten sprechen für sich. Und einige von ihnen werfen ein fragwürdiges Licht auf das, was uns als „Inklusionssportpark“ verkauft werden soll.
Bereits in unserem Beitrag vom 17. Juni 2025 „B-Plan: Kommerzialisierung des Jahnsportparks“ haben wir unsere Kritik am Bebauungsplan deutlich gemacht. Aber was genau steht drin?
Wir haben eine kompakte Zusammenstellung der wichtigsten Fakten vorbereitet, die deutlich aufzeigt, dass der B-Plan in der jetzigen Form inakzeptabel ist. Die Inhalte reichen von Satire, Dystopie und Fantasy bis zum Absurden Theater – es ist für jeden etwas dabei!
Der B-Plan Faktencheck
Der Jahn-Sportpark gehört uns allen – er gehört nicht den Profi-Sportlern oder Eventveranstaltern und auch nicht den Sportlobbyisten, die hinter verschlossenen Türen irgendwelche Deals schmieden.
Wenn wir nicht hinschauen und uns den Kommerzialisierungsplänen entgegenstellen, droht der Jahn-Sportpark, wie wir ihn kennen, unter Massen von Beton zu verschwinden.
Wir laden euch ein: Lest, teilt, diskutiert – und lasst uns gemeinsam weiterhin für einen echten inklusiven und nicht-kommerziellen Jahn-Sportpark kämpfen!
Es ist Zeit für einen Plan B
von Redaktion | Juni 26, 2025 | Presse
Das Abgeordnetenhaus beschließt mit der Regierungsmehrheit und den Stimmen der AfD den Bebauungsplan für die westliche Teilfläche des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks.
Die Bürgerinitiative Jahnsportpark begrüßt, dass überhaupt ein B-Plan für das Bauvorhaben Jahn-Sportpark aufgestellt wurde. Das war eine der Forderungen der BI.
Die beschlossene Fassung des Plans weicht jedoch deutlich und ausschließlich zu Lasten der Anwohnerschaft von der Fassung ab, die im Mai 2024 der interessierten Öffentlichkeit präsentiert wurde. Eine Veranlassung für dieses Vorgehen ist den Unterlagen nicht zu entnehmen. Im Gegenteil, die rund 1.000 kritischen Stellungnahmen aus der Bürgerschaft (77 %) führten lediglich zu „redaktionellen Änderungen“ und blieben somit weitestgehend unberücksichtigt. Begründung: „Den Belangen des Sports wird ein höheres Gewicht beigemessen.“ Wie so oft erweist sich die Bürgerbeteiligung im B-Plan-Verfahren als Farce.
Der Bericht zum Verkehr ist lediglich eine Analyse des Ist-Zustands und kein Konzept. Er beruht auf realitätsfernen Annahmen, mit deren Hilfe die Leistungsfähigkeit der Verkehrsknoten gerade noch nachgewiesen werden kann. Die Gleichzeitigkeit eines sonntäglichen Fußballspiels mit Flohmarkt im Mauerpark und einer Veranstaltung in der Max-Schmeling-Halle wird als seltener Ausnahmefall deklariert. Tatsächlich findet jedoch rund ein Drittel aller Spiele in der 2. und 3. Liga sonntags statt. Die Spiele des American Football finden alle sonntags statt. Insgesamt ist allein damit schon von ca. 12 solchen Fällen auszugehen. Der Bericht belegt, dass die zusätzlichen Veranstaltungsverkehre, die die Neubauten erzeugen werden, durch die vorhandene Verkehrsinfrastruktur nicht bewältigt werden können. Für eine Anpassung der verkehrlichen Erschließung gibt es weder Konzepte noch Möglichkeiten.
Sowohl beim Stadion als auch bei der Multifunktionshalle ist wiederholt von Veranstaltungen die Rede. Das widerspricht dem Charakter dieser Sportanlage, gerade im Kontrast zum Mauerpark, und schafft eine Vielzahl von zusätzlichen Belastungen für die Anwohnerschaft und einen Verlust an Lebensqualität für die Stadtgesellschaft insgesamt.
Die planungsrechtliche Festsetzung der drei Baukörper ist vollkommen überdimensioniert. Die Baumassenzahl für die Baufelder übersteigt die Orientierungswerte der Baunutzungsverordnung für Sondergebiete erheblich. Die Höhe und Massivität der Neubauten zerstört die Wahrnehmung des Jahn-Sportparks als Grün- und Freiraum in der baulichen Dichte des Prenzlauer Bergs und führt für die umliegenden Innenstadtbereiche zu einer gravierenden Verschlechterung der Wohn- und Lebensqualität. . Für diese übermäßige Verdichtung im Plangebiet fehlt es an einer städtebaulichen Begründung.
Die Begründung für 20.000 Sitzplätze im Stadion wiederum ist hanebüchen: Weniger als 20.000 Plätze seien nicht zukunftsfähig, mehr als 20.000 Plätze würden nicht benötigt. Während sich das Stadion dem Entwurf zufolge in eine hermetische Anlage verwandelt, die neben den vorgeblichen Inklusionszielen v.a. durch handfeste kommerzielle Interessen motiviert erscheint, erinnert die “Multifunktionshalle” eher an einen Baumarkt oder an ein Logistikzentrum. Ihre Größe und Höhe steht in keiner Relation zum umgebenden Freiraum oder auch zur nahen Wohnbebauung. Das Baufeld der Multifunktionshalle erlaubt eine Baumasse von über 153.000 cbm, das sind 40 % mehr als noch in der Öffentlichkeitsinformation präsentiert. Das Volumen entspricht mehr als 23-mal dem Volumen des jetzt dort befindlichen Verwaltungsgebäudes. Um rund 20 % ist auch das Bürogebäude gewachsen, das planungsrechtlich in einer Sportanlage ohnehin nicht zulässig sein dürfte.
Unzureichend ist die planungsrechtliche Festsetzung der Sportwiese mit nur noch rund 30 % der heutigen Fläche als „ebenerdige Sportanlage“. Dies trägt außerdem ganz wesentlich zur Erhöhung der Flächenversiegelung im Jahnsportpark bei, was sämtlichen Klimaschutzzielen Berlins widerspricht – an einem der bereits heute heißesten Orte der Stadt!
Der Entfall von 174 Bäumen und eines Großteils der Heckenstrukturen sowie die damit einhergehende Zerstörung von Habitaten sind inakzeptabel, zumal im B-Plan konstatiert wird: „bis Ersatzpflanzungen wieder eine ähnliche Wirkung erzielen, [kann es] mehrere Jahrzehnte dauern”. Die Festsetzungen zu Ersatzpflanzungen für die zu fällenden Bäume sind nicht nachvollziehbar, weil Bestandsbäume angerechnet werden dürfen, die bislang nicht erfasst wurden, und Ausgleichsabgaben als Möglichkeit zugelassen werden. Dass von den für die in den Jahren 2012–2015 erfolgten Fällungen 24 erforderlichen Ersatzpflanzungen nur 2 erfolgt sind und “deren Verortung unklar ist”, stimmt ebenso wenig optimistisch für die weiteren Begrünungsmaßnahmen.
Wir fordern daher:
- Verzicht auf den Bau eines Stadions, das nicht benötigt wird.
- Verzicht auf den Bau eines Bürogebäudes, das in einer Sportanlage nichts verloren hat.
- Verzicht auf den Bau der maßstabssprengenden Riesenhalle.
- Erhalt der kompletten Sportwiese als nutzungsoffener Naturrasen.
- Zusätzliche Baumneupflanzungen anstelle der geplanten Rodung der Bestandsbäume und -sträucher.
von Redaktion | Juni 7, 2025 | Aktuelles, Podcasts
Egal ob Läufer:in, Naturliebhaber:in oder Nachbar:in – im Jahnsportcast hörst du die Stimmen all derer, die sich für Berlins grüne Sport-Oase engagieren.
In kompakten Episoden sprechen wir mit Sporttreibenden, Ökolog:innen, Architekt:innen und Politiker:innen über die von der Senatsverwaltung geplante Hochverdichtung, ihre Folgen für Klima und Lebensqualität und über Alternativen, die Bäume, Freiflächen und den offenen und natürlichen Charakter des Parks bewahren können.
Gemeinsam mit Expert:innen decken wir auf, was hinter den Kulissen der Senatsverwaltung geschieht, machen Fakten-Checks und erklären verständlich, wie jede*r Einfluss nehmen kann.
Du hörst Erfahrungsberichte unserer Aktivist:innen und bekommst Schritt-für-Schritt-Tipps, um selbst Politik zu machen: Einwendungen schreiben, Anträge stellen, Mehrheiten gewinnen.
Unsere kompetente Community zeigt, wie partizipative Stadtentwicklung gelingen kann und warum ein offener, klimaresilienter Sportpark mehr bringt als Beton, VIP-Lounges und Parkhäuser.
Hör rein, mach mit und gestalte einen lebenswerten Kiez – für Menschen, Bäume und inklusiven Sport!
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