Jetzt neu: Der Jahnsportpark im Podcast

Jetzt neu: Der Jahnsportpark im Podcast

Egal ob Läufer:in, Naturliebhaber:in oder Nachbar:in – im Jahnsportcast hörst du die Stimmen all derer, die sich für Berlins grüne Sport-Oase engagieren.

In kompakten Episoden sprechen wir mit Sporttreibenden, Ökolog:innen, Architekt:innen und Politiker:innen über die von der Senatsverwaltung geplante Hochverdichtung, ihre Folgen für Klima und Lebensqualität und über Alternativen, die Bäume, Freiflächen und den offenen und natürlichen Charakter des Parks bewahren können.

Gemeinsam mit Expert:innen decken wir auf, was hinter den Kulissen der Senatsverwaltung geschieht, machen Fakten-Checks und erklären verständlich, wie jede*r Einfluss nehmen kann.

Du hörst Erfahrungsberichte unserer Aktivist:innen und bekommst Schritt-für-Schritt-Tipps, um selbst Politik zu machen: Einwendungen schreiben, Anträge stellen, Mehrheiten gewinnen.

Unsere kompetente Community zeigt, wie partizipative Stadtentwicklung gelingen kann und warum ein offener, klimaresilienter Sportpark mehr bringt als Beton, VIP-Lounges und Parkhäuser.

Hör rein, mach mit und gestalte einen lebenswerten Kiez – für Menschen, Bäume und inklusiven Sport!


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Kein Aprilscherz – Gaebler will den Jahnsportpark sprengen

Kein Aprilscherz – Gaebler will den Jahnsportpark sprengen

Liebe Unterstützer*innen,

unsere gestrige Meldung war leider nur bezüglich des Datums ein Aprilscherz.

Die Sprengung findet nicht an diesem Sonntag statt, laut Ausschreibung vom 26.03.25 ist neben Abtrag der Wallanlagen aber durchaus ein „Sprengabbruch für zwei Stück alte Flutlichtmasten“ geplant: meinauftrag.rib.de.

Da die Bewerbungsfrist am 25.04.2025 abläuft und die gesamten Arbeiten innerhalb eines Jahres durchzuführen sind, ist leider davon auszugehen, dass wie auch bei den kürzlich erfolgten großflächigen Rodungen auch bei der Sprengung der Lichtmasten nicht auf die bis Ende September direkt nebenan brütenden und damit geschützten Haussperlinge Rücksicht genommen wird.

Wir bleiben dran und kämpfen weiter für den Arten-, Natur- und Klimaschutz ein & danken für Eure/Ihre Unterstützung!

Jetzt spenden!


Meldung vom 01.04.2025

Nächste Runde im Kreuzzug der Bauverwaltung gegen die Spatzen im Jahn-Sportpark:

Da sich die gefiederten Bewohner des Jahn-Sportparks auch von der kürzlich erfolgten großflächigen Zerstörung der Vegetation um ihre Brutstätten herum nicht abschrecken ließen, sondern weiter resolut an ihren Nestern bauen, will die Bauverwaltung nun einen Gang höher schalten:

Am kommenden Sonntag um 14 Uhr sollen die beiden östlichen, direkt neben den Spatzenniststätten stehenden Flutlichtmasten gesprengt werden. „Das Gericht hat nur die Brutstätten geschützt, Sprengarbeiten wurden aber nicht verboten. Sie sind auch in der Brutperiode zulässig. Wir dürfen das also, unsere Baufachleute sind ja nicht doof“, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung beim heutigen Pressetermin mit gewohnt zupackendem Charme.

Die Bauverwaltung erhofft sich von der Maßnahme, dass die Spatzen endlich ein Einsehen haben und den Kiez in Richtung Pankower Tor verlassen. „Sie stehen unserem Leuchtturm einfach im Weg!“ Ob die Spatzen die „Einladung“ annehmen werden? Es bleibt spannend!

Wir kämpfen weiter – Gegen den Kahlschlag – für Arten- und Klimaschutz!

Wir kämpfen weiter – Gegen den Kahlschlag – für Arten- und Klimaschutz!

Liebe Unterstützer*innen!

Wir haben im Oktober 2024 – dank Ihrer Unterstützung – gegen den Berliner Senat wegen Nichtbeachtung der artenschutzrechtlichen Vorschriften beim Abriss des Jahn-Stadions geklagt und recht bekommen. Auch wenn es leider nicht gelungen ist, den Abriss der Haupttribüne zu stoppen, hat das Verwaltungsgericht den Abriss weiterer Stadiongebäude bis zum Ende der Brutzeit im September untersagt.

Wir sind nach dem Gerichtsbeschluss davon ausgegangen, dass der Bauherr im Fortgang mehr Sorgfalt walten lassen und die geltenden Vorschriften beachten wird. Dem ist leider nicht so. So wurden Ende Februar bei einem brachialen Kahlschlag über 30 Bäume und großflächig Hecken im Jahn-Sportpark vernichtet. Bei der zerstörten Vegetation handelt es sich – auch laut dem Artenschutzgutachten des Senats – um ganzjährig gesetzlich geschützte Ruhestätten und Nahrungshabitate von Haussperlingen und anderen Vögeln.

Dass dabei gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen wird, scheint die Berliner Abbruchkoalition nicht zu stören. Tatsächlich lassen die erfolgten Rodungen vermuten, dass der Senat den Natur- und Artenschutz auch künftig nicht berücksichtigen wird. Dabei ist das erst der Anfang, insgesamt sollen im Jahn-Sportpark 176 Bäume gefällt und weitere Grünflächen zerstört werden!

Wir wollen weiter dafür kämpfen, dass bei den weiteren Maßnahmen die geltenden Vorschriften beachtet und die negativen Folgen für Fauna und Flora im Jahn-Sportpark auf ein Minimum beschränkt werden. Falls erforderlich, werden wir dafür erneut vor Gericht gehen.

Dafür benötigen wir Spenden für die Anwalts- und Gerichtskosten!

Herzlichen Dank von NaturFreunden Berlin und BI Jahnsportpark

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Trotz gerichtlichem Stopps will Senator Gaebler (SPD) eine Schneise maximaler Verwüstung durch den Sportpark ziehen

Trotz gerichtlichem Stopps will Senator Gaebler (SPD) eine Schneise maximaler Verwüstung durch den Sportpark ziehen

180 Spenden, über 8.000€ für den Eilantrag auf Einhaltung der Artenschutzanforderungen und sofortigen Stopp der begonnenen Abrissarbeiten – Ihr seid großartig! Tausend Dank!

Dennoch ist seit vergangener Woche klar, dass der Berliner Bausenator Gaebler (SPD), trotz des gerichtlich verfügten Abrissstops vom 04.11.2024, das Jahnstadion Anfang 2025 abreißen lassen will. Dafür sollen zum Jahresbeginn Bäume v.a. am Südhang gefällt werden. Trotz einschneidender Berliner Sparmaßnahmen will man das 300 Millionen €-Grab so schnell wie möglich schaufeln und unwiderrufliche Tatsachen schaffen. Die Abrissfinanzierung dafür soll am 19.12.2024 im Abgeordnetenhaus beschlossen werden.

Schreibt den Haushaltspolitiker:innen aller Parteien – fragt sie, wie die finanziellen Mittel für den Abriss angesichts der vielen schmerzhaften Einschnitte im Sozialbereich, bei Bildung, Kultur und ÖPNV zu rechtfertigen sind. Die E-Mail-Adressen findet Ihr unter www.parlament-berlin.de/Ausschuesse/19-hauptausschuss (Bereich “Mitglieder”).


Hintergründe zur aktuellen Situation:

Mit Eurer Unterstützung ist es den NaturFreunden Berlin als Antragstellerin in Zusammenarbeit mit der BI Jahnsportpark gelungen, einen vollen Erfolg zu erzielen. Die Abrissarbeiten mussten gestoppt werden – an der Haupttribüne, an der Gegentribüne, und sogar an einigen Nebengebäuden.

Dieser eindeutige Gerichtsentscheid dürfte zusammen mit den über 15.000 Unterschriften der Petition gegen den Abriss die Haushälter der Regierungskoalition dazu bewogen haben, die für 2025 vorgesehenen Haushaltsmittel für den Abriss (3,95 Mio. €) und die weitere Planung sowie für erste Baumaßnahmen (20 Mio. €) aus dem Haushalt zu streichen. Insgesamt soll das Projekt deutlich unter 300 Mio. €, möglichst eher 250 Mio. € kosten – alles sehr vernünftig.

Dieser Erfolg droht allerdings von kurzer Dauer zu sein, denn zwischen der ersten und zweiten Lesung des Haushalts hat die Regierungskoalition einen Änderungsantrag eingebracht, der am 11.12. vom Haushaltsausschuss angenommen wurde. Demnach werden die Abrissmittel doch zur Verfügung gestellt und zusätzlich fast 9 Mio. € für die sog. Baufeldfreimachung – das ist der Abtrag von ca. 1/3 des Schuttwalls in 2026/27. Am 19.12. wird im Plenum des Abgeordnetenhauses der Haushalt in 2. Lesung verabschiedet und damit rechtskräftig.

Gleichzeitig hat die Senatsverwaltung beim Verwaltungsgericht einen Änderungsantrag eingereicht. Auf Grundlage ihrer hastig und unzureichend nachgebesserten Artenschutzmaßnahmen soll das VG den Abriss der Haupttribüne zulassen.

Bausenator Gaebler hat in mehreren Äußerungen im Parlament deutlich gemacht, dass es ihm vorrangig darum geht, die aufmüpfige Anwohnerschaft mundtot zu machen. Zu diesem Zweck will er schnellstmöglich eine Schneise maximaler Verwüstung ziehen:

  • bereits Anfang 2025 das Haupttribünengebäude abreißen lassen,
  • Bäume v.a. am Südhang fällen lassen,
  • ab 2026 etwa 60.000 Kubikmeter vom Wall abtragen und
  • die Sportwiese mit einem Kunststoffplatz versiegeln lassen.

Damit hat er sich entlarvt – nach unserem Eindruck geht es ihm nicht um Inklusion, ihm scheint es nur noch gegen die Bürgerschaft und um das überdimensionierte Stadion zu gehen. Falls danach noch Geld übrig sein sollte, kann der Rest für Inklusionssport investiert werden.

Düpiert sind die ansässigen Sportvereine, die das Stadion nicht benötigen, sich aber zehn Jahre lang vor den Karren haben spannen lassen. Jetzt steckt der Gaeblersche Karren im Dreck. Was nun?


Wir meinen:

  • Die Haushaltspolitiker:innen aller Parteien müssen sich fragen, ob sie diese Änderung angesichts der vielen schmerzhaften Einschnitte im Sozialbereich, bei Bildung, Kultur, ÖPNV, usw. verantworten können. Stellt Ihnen diese Frage! Die E-Mail-Adressen findet Ihr unter www.parlament-berlin.de/Ausschuesse/19-hauptausschuss, dort unter Mitglieder.
  • Die Vereine müssen sich endlich aus dem Klammergriff des Landessportbundes lösen und ihre eigenen Interessen vertreten: Für Inklusions- und Breitensport, gegen ein Stadion, das dort und in dieser Größe niemand braucht – außer den Sportfunktionären.
  • Die BI Jahnsportpark wird sich weiter für eine Umplanung des Stadions zugunsten des Jahnsportparks einsetzen und die NaturFreunde Berlin beim Gerichtsverfahren zum Artenschutz inhaltlich unterstützen. Wenn Ihr uns dabei weiterhin unterstützt, dann sind wir gemeinsam stark!

Was kannst Du tun?

Für mehr Arten- und Klimaschutz ziehen wir vor Gericht

Für mehr Arten- und Klimaschutz ziehen wir vor Gericht

Die Berliner Senatsverwaltung hat am 08.10.2024 mit dem Abriss des Stadiongebäudes im Jahn-Sportpark begonnen, um an gleicher Stelle ein unnötig teures, neues Stadion zu bauen. Bisher wurden nur das Kassenhäuschen, zwei Treppen, eine Rampe und ein Vordach abgerissen. Das denkmalwürdige Haupttribünengebäude steht weiterhin.

Wir setzen uns für eine naturverträgliche, klimagerechte und soziale Umplanung des Vorhabens ein. Insbesondere in der jetzigen, finanziell angespannten Situation brauchen wir nachhaltige Investitionen in die Zukunft und nicht aus der Zeit gefallene Prestige-Projekte. Der sinnlose Abriss muss gestoppt werden!

Leider lies sich der Senat bisher nicht von unseren Argumenten überzeugen, sondern hat den Stadionabriss unter Missachtung von wichtigen Anforderungen des Artenschutzes begonnen. Daher ziehen wir vor Gericht.

Mit unserer Unterstützung klagt der Naturschutzverband NaturFreunde Landesverband Berlin vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen den Abriss des Stadiongebäudes sowie gegen die geplanten Rodungen von Bäumen und Sträuchern im Jahn-Sportpark. Das wird voraussichtlich hohe Anwalts- und Gerichtskosten auslösen.

Das Gerichtsverfahren wird einige Zeit in Anspruch nehmen und es ist nicht ausgeschlossen, dass wir die nächsthöhere Instanz werden anrufen müssen. Das wird voraussichtlich hohe Anwalts- und Gerichtskosten auslösen, daher sammeln wir nun Spenden.

Seid dabei, unterstützt uns mit Spenden!

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Leuchtturm-Projekt im Jahn-Sportpark im Reality-Check

Leuchtturm-Projekt im Jahn-Sportpark im Reality-Check

Weite, Eleganz und Großzügigkeit müssen überdimensionierten Baukörpern, straßenartigen Betonschluchten und Versiegelung weichen

Während der aktuell laufenden öffentlichen Auslegung des Entwurfs des B-Plans 3-87 Jahn-Sportpark wurden im Rahmen der Öffentlichkeitbeteiligung Abbildungen publiziert, die keinen realistischen Gesamteindruck von den Gebäuden vermitteln, die auf dem Gelände des Sportparks errichtet werden sollen.

Das halten wir für einen großen Nachteil, denn auf diese Weise werden Bürger*innen, die nicht über das notwendige Fachwissen verfügen, Informationen bezüglich der zulässigen Volumina der Baukörper vorenthalten.

Auch auf Nachfrage ist es uns nicht gelungen, von der zuständigen Senatsverwaltung aussagekräftige und maßstabgerechte Abbildungen zu erhalten.

Wir haben daher Visualisierungen der nach dem B-Plan möglichen Volumina erstellt, die eine gute Vorstellung von der möglichen Kubatur der neuen Gebäude vermitteln sowie die gravierenden Eingriffe in die Parklandschaft des Jahn-Sportparks sichtbar machen.

Wie man auf den beigefügten Bildern unschwer erkennen kann, wird infolge der Baumaßnahmen die mit klaren Sichtachsen großzügig gestaltete, weitläufige Parklandschaft durch überdimensionierte und die umliegenden Gebäude überragende Baukörper entstellt. Es gilt offenbar die Maxime, einen überdimensionierten Bedarf in viel zu großen Neubauten unterzubringen. Weite, Eleganz und Großzügigkeit des Sportparks sollen straßenartigen Betonschluchten weichen, Grünflächen werden wider alle Vernunft durch Versiegelung ersetzt – das hat Berlin nicht verdient.

Wir sind der Meinung, dass die Bürger*innen ein Anrecht darauf haben, sich eine realistische Vorstellung von den geplanten Baumaßnahmen zu machen – überzeugen Sie sich selbst.

Legende:
Bilder 1 & 2: Jahn-Sportpark aus der Vogelperspektive
Bilder 3 & 4: Nördlicher Eingang Gaudystraße,
Bilder 5 & 6: Südlicher Eingang Topsstraße

Copyright:
Bild 1 (Vogelperspektive): SenSBW
Bilder 2-6: BI Jahnsportpark

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